Forschung
Didaktik der deutschen Literatur

Didaktik der deutschen Literatur

 

Die Didaktik der deutschen Literatur stellt als Vermittlungswissenschaft ein Brückenglied zwischen der Fachwissenschaft und den Bildungswissenschaften dar.

Der Arbeitsbereich widmet sich adressatenorientiert der Wissens- und Kulturvermittlung und der Rolle von Literatur innerhalb der Schulkultur und Unterrichtspraxis (Fachdidaktik), darüber hinaus im Blick auf aktuelle Transformationsprozesse innerhalb der Öffentlichkeit der allgemeinen Kulturarbeit durch/über Literatur ("Öffentliche Didaktik").

Dem fachdidaktischen Orientierungswissen und einer Vermittlung von Fragen spezifischer Fachlichkeit (Umgang mit Gattungen und Subgenres, Literaturgeschichte, Lese- und Kanonforschung) stehen der Aufbau eines literaturbezogenen gesellschaftlichen Problembewusstseins sowie der sukzessive Erwerb fachdidaktischer Handlungskompetenz, auch hinsichtlich der Anforderungen und Veränderungen in einer sich wandelnden Infrastruktur von Präsentation und Bewertung, zur Seite.

Literaturdidaktik reflektiert Transferprozesse von literarischer Überlieferung und heutigen Lebenswelt(en) von Lernern, untersucht Modellierungen des Literaturverstehens und bereitet Studierende auf den beruflichen zweiten Teil der Ausbildung (Referendariat) vor. Welche Texte und Medien eignen sich als Unterrichtsgegenstand, welche als Unterrichtsmedium für welche Zielgruppe? Literaturdidaktik informiert dabei über das Zusammenspiel der besonderen Literatursprachlichkeit und Medialität; sie macht zudem mit unterschiedlichen Formaten und Trägermedien von Literatur vertraut.

Literaturdidaktik zielt auf eine Anleitung zur reflektierten Arbeit an und in literarischer Kultur, unterstützt so eine basale wie auch erweiterte, d.h. lebenslange Befähigung zur Rezeption von Literatur und zur Partizipation an literarischem Genuss. Sie führt im Sinne dieser Befähigungsstrategien zu einem cultural empowerment und einer über die Auseinandersetzung mit Literatur realisierbaren partnerschaftlichen und demokratischen Teilhabe an Kultur.