Das Norddeutsche Linguistische Kolloquium (NLK) wird seit 1989 jährlich wechselnd von einer norddeutschen Universität ausgerichtet. Es hat sich in den vergangenen Jahren als Veranstaltung etabliert, die die Vielfalt aktueller linguistischer Forschungsarbeit im norddeutschen Raum sichtbar macht und Gelegenheit zum inhaltlichen und methodischen Austausch gibt. Das NLK wird traditionell von Nachwuchswissenschaftler*innen organisiert und bietet Wissenschaftler*innen unterschiedlicher – insbesondere früherer – Karrierestufen eine Plattform, auf der sie ihre Forschungsprojekte und -ergebnisse aus allen Bereichen der Linguistik vorstellen und diskutieren können. Vom 21.-22.03.2024 fand das NLK zum zweiten Mal nach 2015 an der Leibniz Universität Hannover (LUH) statt.
Programm
| Tag 1: Donnerstag, 21.03.2024 | |
| ab 08:30 | Registrierung |
| 09:00 | Begrüßung |
| 09:15 | Keynote I Gea de Jong-Lendle (Philipps-Universität Marburg): „Alles was Sie sagen, ... kann gegen Sie verwendet werden“ Die Rolle der forensischen Phonetik in Kriminalverfahren |
| 10:15 | Kaffeepause |
| 10:30 | Karin Luttermann (Universität Eichstätt-Ingolstadt): Recht in Klarer Sprache – Linguistische Pragmatik für eine verständliche Rechtskommunikation |
| 11:00 | Eilika Fobbe (BKA Wiesbaden): Eine Drohschreibenserie der besonderen Art. Linguistische Textkritik als Ermittlungsunterstützung |
| 11:30 | Julia Bacskai-Atkari (Universität Amsterdam, Universität Potsdam): Sprachkontakt und Vielfältigkeit: Tendenzen und Mythen |
| 12:00 | Mittagspause |
| 13:00 | Keynote II François Conrad (Leibniz Universität Hannover): Ergebnisse des DFG-Projekts ‚Die Stadtsprache Hannovers‘ – sprachliche Variation im „Königreich des Hochdeutschen“ |
| 14:00 | Kaffeepause |
| 14:15 | Yee Cheng Foo (Justus-Liebig-Universität Gießen): Schriftspracherwerbsprozesse im Lichte der Heterogenität in InteA-Klassen |
| 14:45 | Alina Bachmann (Universität Osnabrück): Textverständnis und Orthographie im fortgeschrittenen Schriftspracherwerb – methodische Triangulation unter Berücksichtigung des sprachlichen Hintergrunds |
| 15:15 | Poster-Pitch Kaffeepause mit Postersession I |
| 17:00 | Stadtführung |
| 18:30 | Abendessen im Wilma Wunder. Goseriede 6, 30159 Hannover https://hannover.wilma-wunder.de/karte |
| Tag 2: Freitag, 22.03.2024 | |
| 09:00 | Registrierung/Kaffee |
| 09:15 | Keynote III Berry Claus (Leibniz Universität Hannover): Halbvoll und halbleer – die Beschreibung macht’s |
| 10:15 | Kaffeepause |
| 10:30 | Rode Veiga-Pfeifer, Ina-Maria Maahs & Erol Hacısalihoğlu (Universität zu Köln) „Es bringt mich dazu, den Schüler von A nach B zu bringen“ Wie die kompetenzenorientierte linguistische Lerner:innentextanalyse (KLLA) Lehrkräfte zu einer individuellen Förderung ihrer Lernenden befähigt |
| 11:00 | Postersession II |
| 12:00 | Mittagspause |
| 13:00 | Lars Vorberger (Universität Hamburg): Queering Linguistik oder Queerlinguistik? – Zu gesellschaftlicher Relevanz und Mehrwert queerer Ansätze in der Linguistik |
| 13:30 | Miriam Hinterholzer (Universität Hamburg): „Vom regelmäßigen Besuch ominöser Tanten bis zur Rückkehr der Pest“ – Eine sprachvergleichende Untersuchung von Menstruationsbezeichnungen im Kontext von Geschlecht, Sexualität und Macht. |
| 14:00 | Abschluss |
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Die folgenden Vorträge mussten leider krankheitsbedingt entfallen:
Anja Binanzer (Keynote, Leibniz Universität Hannover): Die deutsche Verbflexion im DaZ/DaF-Erwerb. Morphologietheoretische Zugänge - experimentelle und korpuslinguistische Evidenzen
Dariia Orobchuk (Universität Hildesheim) & Lesya Skintey (Leopold-Franzens-Universität Innsbruck): Sprachliche Dimensionen erzwungener Migration: Eine Interviewstudie mit ukrainischen Geflüchteten in Deutschland
Alena Baumgärtner & Julia Theus (Humboldt-Universität Berlin): Untersuchung sprachlicher Einstellungen angehender Lehrkräfte im Kontext sprachbedingter Bildungsungerechtigkeit
Tanja Šutalo (Europa Universität Flensburg): „Katze schreibt man mit , weil es ein Silbengelenk ist. […] Es sind verliebte Buchstaben.“ Einblicke in Worterklärungen von LRS-Lerner/-innen auf Basis eines strukturorientierten Lese- und Rechtschreibtrainings.
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Poster:
Alina Bachmann, Andrea Janina Drynda, Katharina Nimz (Universität Osnabrück): Theorie trifft Praxis: Sprachförderung neuzugewanderter ukrainischer Schüler:innen im Projekt Sprachlernassistenz
Ana Jelcic (Josip Juraj Strossmayer University of Osijek): Contrastive analysis of emotions expressed by German and Croatian similes with a zoonym as their component
Alina Lemke (Leibniz Universität Hannover): Textbasierte Erfassung bildungssprachlicher Fähigkeiten in der Sekundarstufe
Zhuoran Li (Shanghai International Studies University): Corpus-based Critical Discourse Analysis of News Discourse on Ecological Conservation in China
Shuai Liu (Shanghai International Studies University): Multiple layers of purposes in Chinese language education: the evolution of College English policy from 1949
Louisa-Kristin Maiwald (Universität Hildesheim): Anbahnung präliteraler Erzählkompetenz. Zum Einfluss von narrativen Impulsen auf die Ausgestaltung narrativer Verweisräume
Bethany Stoddard, Lea Bracke, Robert Fuchs, Anna Rosen, Valentin Werner (Universität Bonn/Bamberg/Freiburg): Introducing the Corpus of Young German Learner English
Eva Varga (Universität Paderborn): Zur Funktion der Linguistik in der frühkindlichen Sprachpädagogik
Marie Christin Walch (Leibniz Universität Hannover): Unerwartet vorhersehbar – Analyse und Modellierung des Denial of Expectation
Liangjiang Yi (Shanghai International Studies University): A Study on the Construction of China’s National Image in International Chinese Language Teaching Materials—Taking China Country Profile as an Example
Orgateam
Felix Frühauf, Carolin Hagemeier, Stefani Linck, Katja Politt, Heidi Seifert und Ketevan Zhorzholiani-Metz