• Zielgruppen
  • Suche
 

Vom 21. bis 24. März fand das internationale, von Dr. Till Nitschmann und Prof. Dr. Florian Vaßen organisierte Heiner Müller-Symposium unter dem Titel KüstenLANDSCHAFTEN statt. 

"Wir denken, dass Heiner Müller nach wie vor einer der wichtigsten zeitgenössischen deutschen Dramatiker ist. Es lohnt sich immer wieder, über seine Texte nachzudenken und seine Theaterstücke zu sehen." - Prof. Dr. Florian Vaßen im Interview mit der HAZ.

 

 

 

KüstenLANDSCHAFTEN

Grenzen und Selektion – Unterbrechung und Störung

 

Internationales Heiner-Müller-Symposium vom 21.03. – 24.03.2019

 

Veranstalter:
Dr. Till Nitschmann / Prof. Dr. Florian Vaßen: Deutsches Seminar der Leibniz Universität Hannover in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Hannover und der Internationalen Heiner Müller Gesellschaft

 

„Ich stand an der Küste und redete mit der Brandung BLABLA, im Rücken die Ruinen von Europa.“ In Heiner Müllers Texten spielen Küste und Landschaft, Reise und Ankunft, Krieg und Zerstörung, Grenzen und Selektion sowie Unterbrechung und Störung eine zentrale Rolle. Die Konstellation des Fremden und Anderen bricht in das Eigene und Vertraute ein und macht das Fremde im Eigenen erfahrbar. Migration und Klimawandel verändern die Landschaften, an den Küsten, den Grenzen und Orten der Selektion, treten ihre Auswirkungen zuerst in Erscheinung. Der Mensch führt Krieg gegen die Landschaft, und die Landschaft führt Krieg gegen den Menschen. Heiner Müllers Texte als ‚synthetische Fragmente‘ und als ‚Erinnerung an die Zukunft‘ stehen für eine Ästhetik der Störung, sie unterbrechen die Kontinuität des Bekannten und Alltäglichen. Literatur und Theater dienen ihm dabei als „Sprengsatz“, der das „Kontinuum“ unterbricht.

Das Symposium zum 90. Geburtstag des ‚Landvermessers‘ Heiner Müller möchte seine Themen-Felder rund um KüstenLANDSCHAFTEN als performative Grenz-Linien und Orte der Selektion, aber auch als Unterbrechung und Störung des alltäglichen Kontinuums‚ bestellen­.

Die Themen-Felder des Symposiums sind selbst Fragmente eines Mosaiks, die gemeinsam an einem Bild von Utopie und Heterotopie arbeiten und damit die ästhetische Konstituierung von SprachLANDSCHAFTEN und poetischen Störungen mit Blick auf eine noch unbekannte Zukunft ermöglichen.