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Sechs Fragen an Manuel Zink

Welcher beruflichen Tätigkeit gehen Sie aktuell nach Was sind Ihre täglichen Aufgaben?

Ich verfasse momentan meine Promotion und bin als Lehrbeauftragter am Deutschen Seminar der Leibniz Universität Hannover tätig. Neben den aus dem Studium bekannten Formen literaturwissenschaftlichen Arbeitens gehört die Leitung von Lehrveranstaltungen sowie deren Vor- und Nachbereitung zu meinen täglichen Aufgaben, ebenso die Betreuung von Studien- und Prüfungsleistungen. Auch administrative Tätigkeiten fallen in den Zuständigkeitsbereich eines Wissenschaftlichen Mitarbeiters.

Herr Zink, Sie haben Ihren Masterabschluss in Neuerer Deutscher Literaturwissenschaft an der Leibniz Universität Hannover gemacht. Warum haben Sie sich gerade für diesen Master entschieden?

Der MA NDL zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass den Studierenden ein großzügiger Anteil an Eigenverantwortlichkeit zugetraut wird. Wer seinen Interessen in diesem Fach nachgehen und gleichzeitig fachwissenschaftliches Know-how erlernen und anwenden will, der benötigt durchaus gewisse Spielräume und fachkundige Beratung. Die Konzeption des Masters lässt dies ohne Umstände zu. Bei der Studienwahl war mir wichtig, in meinem Studium ein eigenes wissenschaftliches Profil ausbilden zu können – so wie es durch die europäische Studienreform (Bologna 1999) vorgesehen ist. Ich wollte nicht nur grundsätzliche fachbezogene Kenntnisse erwerben, sondern zusätzlich die Forschungsinteressen, die ich aus meinem vorangegangenen Studium mitgebracht hatte, weiter vertiefen. Ein weiterer attraktiver Aspekt war die Verknüpfung von literaturwissenschaftlichen Kernbereichen mit kultur- und medientheoretischen Grundfragen. Weil ich mir zu Beginn meines Masterstudiums noch nicht sicher war, welche Tätigkeit ich nach dem Abschluss ausüben würde, kam mir diese Vielseitigkeit entgegen. Ist es doch von Vorteil, schon während des Studiums möglichst viel auszuprobieren.

Ist das Studium so verlaufen, wie Sie es sich vorgestellt haben?

Ja. Insbesondere sind die Erwartungen, die ich an den Studiengang gestellt hatte, erfüllt worden.

Der MA NDL zeichnet sich u.a. durch seine praxisbezogenen Komponenten aus: Selbst organisierte Arbeitsgruppen, Praktika und Auslandssemester ergänzen das wissenschaftliche Studium. Konnten Sie durch diese Angebote praktische Erfahrungen sammeln, von denen Sie im Beruf profitierten?

Ja, in jedem Fall. Es wurden eine ganze Reihe praxisbezogener Studienelemente angeboten, die mir zum Beispiel Einblicke in den Journalismus, die Verlagsarbeit oder in die wissenschaftliche Laufbahn ermöglicht haben. Da die Konzeption des Studienganges eine hohe Flexibilität zulässt, war es mir möglich, viele Studieninhalte direkt mit praxisbezogenen Aufgaben zu verbinden.

Wussten Sie schon während des Studiums, in welchem Beruf Sie später einmal tätig werden möchten?

Nein. Aber die Promotion war bald meine erste Wahl. Allerdings habe ich auch andere Berufsfelder in Erwägung gezogen. Ich denke, man sollte schon im Studium eine gewisse Flexibilität entwickeln. Für das Berufsleben ist sie ohnehin unerlässlich.

Würden Sie heute bezüglich der Studienwahl etwas anders machen?

Nein. Ich habe mich schon früh im Studium über weiterführende Bildungsmöglichkeiten informiert. So habe ich den für mich richtigen Studiengang gefunden.

 

 


Anm. d. Red.: Fragenreihenfolge, Fragenwortlaut und Gendering wurden bearbeitet. Firmen- und Parteinamen wurden anonymisiert.