Dr. des. Jochen Lamb
30167 Hannover
Schwerpunkte in Forschung und Lehre
- Theaterhistoriographie
- Bühnentechnik und Technikgeschichte
- Visuelle Kultur und Fotografie
- Intermedialitätsforschung
- Digital Humanities
Lebenslauf
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Beruflicher Werdegang
seit 2025
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Seminar der Leibniz Universität Hannover2021–2025
Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes2018–2024
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft, Fach Theaterwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz2012–2019
Ehrenamtlicher Projektmanager beim OPEN OHR Festival Mainz2015
Organisationsleitung des Internationalen Festivals Offene Welt am Theater im Pfalzbau Ludwigshafen -
Ausbildung
11/2025
Promotion an der Leibniz Universität Hannover2018–2025
Promotionsstudium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz2016–2018
Masterstudium Theaterwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz2015–2016
Masterstudium Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig2011–2015
Bachelorstudium Theaterwissenschaft und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz - Publikationen
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Dissertation
Technik im Spiel
Zur Theatralität von Steuerungsvorgängen in Theatern des 19. Jahrhunderts und heuteDie Dissertation untersucht Steuerungs- und Regelungsvorgänge in der Bühnentechnik deutscher Stadttheater des langen 19. Jahrhunderts. Das Ziel der Arbeit ist es, das Verhältnis von Bühnentechnik, ihrem Gebrauch und theatralen Praktiken unter einer historiographischen Perspektive zu untersuchen und für zeitgenössische Theaterformen anschlussfähig zu machen.
Dabei wird erforscht, mit welchen Mechanismen, Regeln und Infrastrukturen technische wie ästhetische Prozesse theatraler Praktiken gesteuert werden und entlang welcher Anforderungen sie sich herausbilden und entwickeln.
Die Bedeutung technischer Entwicklungen für theatrale Praktiken kann derart nicht nur als Technikgeschichte beschrieben werden, sondern als Geschichte ihres Gebrauchs, die Perspektiven darauf eröffnet, wie Praktiken des Technikgebrauchs mit Praktiken theatraler Darstellungen verwoben sind, sich in gegenseitiger Bedingtheit entwickeln und wie sich das auf verschiedene Theaterbegriffe auswirkt.
Unter der historiographischen Perspektive werden Steuerungsvorgänge, die sich durch die Verschränkungen von Praktiken und Technologien stetig neu formieren müssen, auf ihre Ordnungs- und Funktionsstrukturen innerhalb von Aufführungspraktiken hin untersucht. Ergänzt wird diese Perspektive durch punktuelle Analysen zum Umgang mit digitalen Technologien und Robotik in zeitgenössischem Figuren- und Objekttheater, welche eine weiterführende Untersuchung zeitgenössischer Theaterformen anschlussfähig macht. -
Mitgliedschaften und Ämter
Jochen Lamb ist Mitbegründer des Netzwerks für Promovierende der Gesellschaft für Theaterwissenschaft (GTW) und Mitglied in den Arbeitsgruppen Archiv und Historiographie der GTW.